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NFS Shift

Need for Speed Shift First-Look

Das neueste NFS-Spiel Need for Speed Shift ist derzeit in Entwicklung und wird voraussichtlich Ende 2009 erscheinen. NFS-Planet war zu Gast bei den Slightly Mad Studios in London und konnte sich ein Bild von der Entwicklung des Spiels machen:



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Gerade einmal 73 Tage sind seit dem Erscheinen von Need for Speed Undercover vergangen, und schon kündigt EA mit Shift den Nachfolger an? Was auf den ersten Blick nach einer überhasteten Kurzschlussreaktion auf die eher mäßigen Kritiken aussieht, entpuppt sich als eine von langer Hand geplante, im NFS-Universum eigenständige Rennsimulation.

"Alles Neu" sang einst Peter Fox – dieses Motto haben sich die leicht verrückten Entwickler von Slightly Mad Studios scheinbar auch zu Herzen genommen: Neues Konzept, neue Engine, neue Fahrphysik – mit der bisherigen Need for Speed-Serie hat Shift kaum mehr als den Namen gemein. Apropos Name: "Shift" lässt sich sicherlich mit "Gangwechsel" übersetzen, wer aber tiefer im Wörterbuch gräbt, findet in diesem Zusammenhang auch passendere Ausdrücke wie "Veränderung".

Die bisherigen Preview-Versionen der NFS-Titel liefen allesamt auf einer Xbox 360, Shift jedoch bildet hier eine Ausnahme: Zwar wurde erneut ein Fernseher bemüht, aber was hier am PC zu sehen war, lief völlig frei von Lags, Rucklern und Grafikfehlern, und das bei einer Full HD-Auflösung. Die Performance des gezeigten Builds war wirklich beeindruckend, besonders in Anbetracht der Tatsache, dass den Entwicklern noch einiges an Zeit bis zum Release im Herbst für die Optimierung bleibt. Die Grafikengine selbst scheint in Sachen Ressourcenverbrauch wirklich effizient programmiert worden zu sein. Welche Innereien allerdings im verwendeten Rechenknecht steckten, habe ich nicht in Erfahrung gebracht.

Doch was gab es überhaupt zu sehen? Die wahrscheinlich überzeugenste grafische Darbietung eines NFS-Titels seit langem. Seien es die wunderbar modellierten Fahrzeuge, die realitätsgetreu nachgebauten Rennstrecken, die großartigen Lichteffekte, bis hin zu kleinen Details wie die teilweise am Streckenrand stehenden, 3D-animierten, fahnenschwenkenden Zuschauer oder die Videoleinwände, deren Inhalt sich auf den Karosserien der Boliden spiegelt – Shift ragt grafisch nicht nur aus der Need for Speed -Serie heraus, sondern braucht sich überhaupt im gesamten Rennspielgenre nicht zu verstecken.

Besonders die Cockpitansicht ragt heraus und sucht momentan meiner Meinung nach seinesgleichen. Vergleicht man die Innenräume mit denen des seinerzeit in dieser Hinsicht ebenfalls überzeugenden Test Drive Unlimited, so kann man bei Shift getrost von "Next Gen" sprechen: Man kann sich jederzeit frei im Cockpit umsehen (zum Teil ist das notwendig, um überhaupt in die Seitenspiegel blicken zu können) und so den Fahrer bei seiner Pedal- und Schaltarbeit beobachten oder sich am Licht- und Schatteneinfall auf die handvernähten Ledersitze des Pagani Zonda ergötzen; dazu sind natürlich sämtlich Instrumente funktionstüchtig. Mit welcher Detailversessenheit hier zu Werke gegangen wurde (bis hin zur Projektion des Heads Up Displays der Corvette an deren Frontscheibe), ist sicherlich eines der Highlights des Spiels.

Ebenfalls mit an Bord ist ein eingebauter Tunnelblick, der bei hohen Geschwindigkeiten die Wahrnehmung erschwert. Mittels Motion Blur verschwimmt die Sicht abhängig vom Tempo immer stärker, nur das Zentrum des Bildschirms bleibt halbwegs scharf. So wird der Blick auf die Tachonadel immer schwieriger, ebenso das Erkennen der Gegner im Seitenspiegel.

Diese Effekte kommen auch bei Unfällen zu tragen: Will man die Streckenbegrenzung umarmen, wird auch die Cockpitkamera durchgeschüttelt, die Sicht verschwimmt, und als Resultat dessen ist man vorübergehend praktisch blind. Auf einem Stadtkurs bekommt man so schon mal Probleme, die Einfahrt für die folgende Kurve zu erwischen.

Derartiges gab es in der Außenansicht der Wagen leider (noch) nicht zu sehen, dafür lassen sich so aber besser die demolierten Fahrzeuge und Details wie sich erhitzende und abkühlende Bremsscheiben erkennen. Um das Mittendrin-Gefühl durch die gute Kameraführung noch zu verstärken, sind auch sämtliche Anzeigen wie Rundenzeit, Platzierung etc. nicht statisch, sondern bewegen sich entsprechend der auf den Wagen wirkenden G-Kräfte leicht mit.

"Ryan Cooper ist tot" hieß es auf eine Frage nach einer möglichen Story hin – ihr müsst euch also nicht durch eine lange Rahmenhandlung quälen, sondern dürft euch in erster Linie auf eure Rennfahrerkarriere konzentrieren. Wie diese aussehen wird, ließen die Entwickler aber noch offen. Fest steht nur, dass ihr mit einem schnuckeligen Serienfahrzeug beginnen werdet und euch durch diverse Rennklassen, die auf Rennstrecken wie Brands Hatch und fiktiven Stadtkursen wie London ausgetragen werden, an die Spitze der Karriereleiter kämpfen dürft. Währenddessen baut ihr euer Gefährt immer weiter zu einer ernstzunehmenden Rennsemmel aus. Dazu steht euch eine gewohnt große Fahrzeugpalette zur Auswahl (im Spiel waren Audi A4, Shelby Terlingua Mustang und Lotus Elise 111R bzw. Chevrolet Corvette, Pagani Zonda und Porsche 997 GT2 in jeweils eine Rennklasse verteilt), die ihr natürlich nach Herzenslust tunen und an eure optischen Ansprüche anpassen dürft. Dabei gilt es aber zu erwähnen, dass sich äußere Anbauten wie Spoiler, Diffusor usw. voraussichtlich nicht auf das Fahrverhalten auswirken werden, anders als durch Unfälle entstandene Schäden.

Die Fahrphysik an sich ist für NFS-Verhältnisse sehr simulationslastig, kein Wunder bei der Vorgeschichte der Entwickler. Eine beinharte Simulation im Stile von Live for Speed müsst ihr aber trotzdem nicht erwarten: Mit Gamepad ist das Fahrgefühl wunderbar, es kommt jederzeit genug Rückmeldung von Bildschirm und Force Feedback-Effekten, was das Fahrzeug gerade macht. Gerade Situationen wie Über- oder Untersteuern lassen sich so schon früh erahnen. Sollte man sich mal von der Strecke verabschieden, weiß man meist auch, welchen Fahrfehler man gerade begangen. Insgesamt wird das Gameplay dabei also nie unfair, aber bleibt angenehm fordernd.

Die fünfzehn Konkurrenten, mit denen man sich die Strecke teilt, folgen nicht stur der Ideallinie, sondern verstricken sich auch gegenseitig in Scharmützel, schubsen sich vom Asphalt oder produzieren Fahrfehler. Dabei wird aber nicht nur eine KI für alle Gegner verwendet, sondern auf der Strecke sind verschiedenste Fahrertypen unterwegs, die auch durchaus nachtragend sind. Geht man zu oft auf Lackaustausch mit einem Kontrahenten, revanchiert sich dieser auch entsprechend gerne und merkt sich solche Aktionen auch über mehrere Rennen hinweg.

Was ist an Shift eigentlich noch Need for Speed? Nicht viel, wenn Gemeinsamkeiten zu bestimmten Titeln sucht. Ein tolles Rennspiel verspricht es dennoch zu werden, denn aus technischer Sicht wirkte Shift quasi fertig. Makellose Grafik, keine Performance-Probleme – meiner Meinung fehlt dem Spiel nur noch Content in Form von Karriere, Wagen und Strecken. Wenn dazu noch Features wie Replay- und LAN-Modus dazukommen, über die auch mit den Entwicklern diskutiert wurde und Gutes vermuten lässt, steht uns allen ein hoffentlich in allen Belangen überzeugendes Rennspiel bevor, das das Thema "Need for Speed" neu interpretiert.

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- Junkie


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Neben unserem First-Look Artikel gibt es natürlich auch Previews von anderen Fanseiten, die ebenfalls an dem Community-Event bei den Slightly Mad Studios teilgenommen haben. Um mehr Meinungen über NFS Shift zu lesen, möchten wir euch diese Artikel ebenfalls empfehlen:

- NFS Shift Preview @ NFSUnlimited (EN)
- NFS Shift Preview @ NFS Freaks (NL)
- NFS Shift Preview @ EA Forums (EN)
- NFS Shift Preview @ TCM (HR)
- NFS Shift Preview @ NFS Cars (EN)









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