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NFS Shift

Need for Speed Shift Hands-On @ gamescom 09

NFS-Planet war auf der gamescom 09 vor Ort und Junkie hat die Producer von Need for Speed Shift getroffen und konnte sich ein Bild vom Spiel machen. Was er dort alles gesehen habt, lest ihr hier:



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Nach langjähriger Residenz in Leipzig fand die nun in gamescom umbenannte Games Convention erstmals in Köln statt – da ließ sich Electronic Arts als ortsansässiger Publisher natürlich nicht lange bitten und stellte für alle Besucher ein umfangreiches Programm auf die Beine. So durften es sich die angereisten Need for Speed-Fans in einer Couchecke mit Need for Speed Nitro gemütlich machen oder sich zum Antesten von Need for Speed Shift in Rennsitze schnallen lassen. Zudem stand ähnlich wie letztes Jahr in Leipzig für Website-Betreiber, E-Sportler und sonstige Prominenz aus der europäischen NFS-Community wieder ein Kartrennen mit anschließendem Barbecue auf dem Programm – dieses Mal ließen sich sogar einige Entwickler den Spaß nicht entgehen. Die Bilder dazu findet ihr in unserer » Bildergalerie.

Doch trotz des Community-Events blieb für uns ausreichend Zeit, um das in Kürze erscheinende Need for Speed Shift intensiv anzuspielen und auch die Rennspielkonkurrenz in Form von Forza Motorsport 3 und Gran Turismo 5 abzuleuchten.

Ein Höhepunkt am EA-Stand war sicherlich der NFS Shift-Bereich, wo für alle Rennspielfans eine Mini-LAN-Party veranstaltet wurde. An acht PCs wurden jeweils drei Monitore, d-box-Schalensitze, G25-Lenkräder und Surround-Soundsysteme angeschlossen – mit diesem Setup durfte man sich dann hinter das Steuer eines Maserati MC12 GT1 schwingen und im lokalen Multiplayer den Mitfahrern die Rücklichter zeigen. Mit dem Sound eines kreischenden V12-Motors im Nacken, Force-Feedback-Effekten in Sitz und Lenkrad und nicht zuletzt dem Spiel selbst mit seinem hervorragendem Geschwindigkeitsgefühl ist das Fahrerlebnis natürlich sehr beeindruckend. Die Konkurrenz kann hier nicht mithalten, obwohl ähnliche Geschütze auf deren Ständen aufgefahren wurden: Beim Detailgrad der Fahrzeuge und der Landschaft mögen Forza und Gran Turismo vielleicht einen Tick besser sein, dafür präsentieren sich die Spiele sehr nüchtern und steril verglichen mit Shift, das einfach ein viel intensiveres Mittendrin-Gefühl erzeugen kann. Das Erlebnis, einen über 600 PS starken Maserati mit Geschwindigkeiten bis zu 290 km/h über das schmale Asphaltband der Nordschleife zu zirkeln, ist einfach atemberaubend.

Beim Fahrverhalten sind ebenfalls große Unterschiede zu beobachten. Selbst mit ausgeschalteten Fahrhilfen reagieren die Fahrzeuge in Forza und Gran Turismo vergleichsweise träge und behäbig und sind einfach im Zaum zu halten. Ohne ABS und ähnliche elektronische Helferchen ist es in Shift dagegen eine echte Herausforderung, sein Vehikel überhaupt auf der Strecke zu halten – die Fahrphysik entpuppt sich als sehr reaktionsschnell und so ist viel Feingefühl an Gas, Bremse und den unzähligen Reglern des Wagentunings gefragt. Wem dies alles aber zu viel wird, der darf mit nur ein paar Mausklicks auch Optionen wie Lenk- oder Bremshilfe aktivieren und so das Spiel einsteigerfreundlicher gestalten.

Ähnliche Schwierigkeiten bereiten zunächst auch die Driftrennen. Mit einfachem Einlenken und Gasgeben, wie man es vielleicht aus Need for Speed Carbon gewohnt ist, lassen sich lediglich formschöne Pirouetten zaubern. Da Fahrhilfen wie eine Traktionskontrolle hier eher unbrauchbar sind, ist auch hier das richtige Gefühl bei Tuning und Dosierung des Gaspedals gefragt. Ein fehlerfreier Lauf ist zu Beginn keine Selbstverständlichkeit mehr, etwas Zeit zur Umgewöhnung sollte jeder NFS-Fan unabhängig vom Rennmodus einkalkulieren. Und vermutlich erstmalig in der jüngeren Geschichte der Reihe ist selbst das Bremspedal nicht nur zur Zierde vorhanden.

Schlechte Nachrichten gibt es für alle Freunde des Customizings. Die Auswahl an optischen Anbauteilen beschränkt sich auf drei Bodykits pro Fahrzeug, wobei der Heckspoiler ebenfalls dazu zählt und entsprechend nicht nachträglich hinzugefügt oder gewechselt werden kann. Autosculpting ist ebenfalls nicht mehr enthalten. Zudem unterscheiden sich die Anbauten hinsichtlich ihrer aerodynamischen Eigenschaften, weshalb im Endeffekt das teuerste, zuletzt freigeschaltene Bodykit auch das brauchbarste ist. Ebenso ist das Innenraumtuning nur dreistufig gehalten und beinhaltet somit kein "echtes" Customizing. Allerdings muss man eingestehen, dass die Bodykits nahezu ausnahmslos sehr gut aussehen und größtenteils denen echter Rennwagen z.B. aus der Super GT oder ALMS entsprechen – von den designtechnischen Entgleisungen früherer NFS-Teile bleiben wir zum Glück verschont. Zahlreich wie immer ist dafür die Auswahl an Felgen und Vinyls, wobei es hier dank vorgefertigter Lackierungen auch Einsteigern möglich wird, schnell und einfach attraktive Rennwagen auf die Räder zu stellen.

Abgesehen davon muss man bei Shift, sofern man sich mit dem neuen Spielkonzept anfreunden kann, wirklich lange nach Kritikpunkten suchen. Augenscheinlich war das schlechte Balancing der KI, wodurch einige Rennen viel zu leicht, andere wiederum unschaffbar schwer wurden (auch wenn für den Karrierefortschritt nicht jedes einzelne Rennen gewonnen werden muss). Daran wird aber vermutlich bis zum Release noch gearbeitet. Fehlanzeige gibt es aber im Hinblick auf Wettereffekte und den lizenzierten Soundtrack zu vermelden: Einstellbar ist lediglich die gewünschte Tageszeit (trotzdem keine Nachtrennen) und Musik gibt es während der Rennen gar nicht zu hören (was aber durchaus in das Szenario passt), nur während der Replays wird man beschallt.

„Action-Rennspiel“ war seinerzeit der Schlüsselbegriff für NFS Undercover, doch für Need for Speed Shift ist dieser Ausdruck durchaus passend, bietet es doch ein unglaublich intensives, packendes Fahrerlebnis. Zudem kann es dank einer wirklich fordernden Fahrphysik auch mit Simulationsgiganten wie Forza Motorsport 3 oder Gran Turismo 5 mindestens mithalten. Das Antesten der Demo (leider ist uns bis zum jetzigen Zeitpunkt noch kein Erscheinungstermin bekannt) sei euch an dieser Stelle dringend ans Herz gelegt – mich persönlich haben unzählige Spielstunden bereits überzeugt wie bei kaum einem Need for Speed-Teil zuvor – der 17. September wird bei mir im Kalender rot angestrichen!


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- Junkie


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